Geborgene Dielen aus einer stillgelegten Werkhalle können nach dem Abschleifen zum Herzstück eines Wohnzimmers werden. Die Härte alter Jahresringe, Spuren der Zeit und warme Töne schaffen Behaglichkeit, die neue Ware selten erreicht. Wichtig sind Feuchtemessung, schadstofffreie Vorbehandlung und fachgerechte Versiegelung. Wenn Längen und Profilierungen variieren, liefern kreative Verlegebilder zusätzliche Spannung. So bewahren wir Wert und sparen zugleich Energie, die für Neuware anfallen würde.
Aluminium und Stahl lassen sich nahezu endlos recyceln, sofern die Sortenreinheit gewahrt bleibt. Wähle Beschläge mit Standardmaßen, die sich lösen, tauschen und nachjustieren lassen. Ein modulares Regalsystem mit verschraubten Knoten kann vom Bücherregal zur Garderobe werden, ohne neue Rohstoffe zu benötigen. Lieferanten mit Rücknahmeprogramm vereinfachen den Kreislauf. Dokumentiere Legierungen und Bauteilgrößen, damit spätere Generationen die Teile problemlos wieder einsetzen.
Innenräume sind Atemräume. Setze auf mineralische Anstriche, geprüfte Lacke und Textilien mit verträglichen Ausrüstungen. Niedrige Emissionen fördern Konzentration und Schlafqualität, während robuste, diffusionsoffene Systeme wartungsarm bleiben. In einer Kita bewährten sich Kalkfarben, weil sie Feuchte puffern und kleine Macken lokal ausgebessert werden können. Achte auf Nachlieferbarkeit derselben Charge oder kompatibler Töne, damit Ausbesserungen später nicht auffallen und Materialien in Nutzung bleiben.